Im Test: Twoo

Twoo Start
Twoo, eine neue Dating-App aus Belgien, spricht auch immer mehr Deutsche an. Dabei punktet die App mit zahlreichen Zusatz-Tools, sodass die User noch mehr Sucheinstellungen vornehmen können, um den richtigen Partner zu finden. Der einzige Wehrmutstropfen: Die Zusatz-Tools stehen nur im Zuge einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft zur Verfügung.

Interessante und außergewöhnliche Fragen

Die Anmeldung erfolgt über das Facebook-Profil oder mit einer gültigen E-Mail-Adresse. Das heißt, dass die Daten entweder über Facebook übertragen oder manuell eingegeben werden können. Bei beiden Alternativen müssen die Bilder, die man in weiterer Folge hochladen möchte, aber manuell hinzugefügt werden. Wurden der Name und das Geburtsdatum – also die Standardinformationen – eingetragen, kann die Partnersuche bereits beginnen.

Auch wenn die detaillierte Profilanlage nicht obligatorisch ist, so soll sie dennoch helfen, damit man den passenden Partner findet. Unter dem Punkt „Profil“ kann man mittels Multiple Choice-Abfrage das eigene Profil individuell bearbeiten. Da gibt es dann schon einmal Fragen zum Lieblingskörperteil oder auch zur Einkommenssituation. Am Ende sollen sich auf dem Profil zehn Antworten aus den Bereichen Soziales, Persönliches oder Materielles finden lassen. Das ist zwar nicht Pflicht, soll aber dabei helfen, dass man den richtigen Partner findet. Auch wenn die Fragen, die im Zuge der Multiple Choice-Abfrage oft sehr persönlich sind, so macht es dennoch Spaß, diese in weiterer Folge zu beantworten.

Unter dem Bereich „Sucheinstellungen“ können dann die Angaben zum Flirtpartner gemacht werden – wer hier wirklich viele Angaben machen möchte, braucht jedoch eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft.

Warum Twoo an Tinder erinnert

twoo AppDie Suchfunktion erinnert an Tinder. Im Zuge der Suche werden der Name, das Alter, die Stadt und auch die Trefferquote in Prozent angezeigt. Dabei präsentiert die App die „Gemeinsamkeiten“ der beiden Profile – man erhält also einen recht guten Überblick, wie ähnlich sich die beiden Profile tatsächlich sind. Wird der User als sympathisch wahrgenommen, so wischt man nach rechts. Gefällt der User nicht, so wischt man nach links. Ergibt sich ein Match, so kann mit dem User – über die Chatfunktion – Kontakt aufgenommen werden.

Für diverse Leistungen muss man Credits bezahlen – 100 Credits kosten aktuell 1,99 Euro. So kann man mit Credits das eigene Profil hervorheben oder auch kleine Aufmerksamkeiten und Geschenke versenden. Des Weiteren gibt es auch noch die Premium-Mitgliedschaft: Der User kann anonym browsen, kann unbegrenzte Nachrichten versenden und erhält auch Informationen, wer das Profil mit „gefällt mir“ markiert hat. Des Weiteren stehen auch mehrere Zusatz-Tools zur Verfügung. Von Vorteil ist, dass es drei Pakete gibt:

  • Für die einwöchige Mitgliedschaft wird ein Betrag von 3,99 Euro verrechnet
  • die einmonatige Mitgliedschaft kostet 9,99 Euro/Monat
  • Wer sich für die dreimonatige Mitgliedschaft entscheidet, der hat monatliche Kosten von 8,33 Euro.

Eine nette App mit Schwachstellen

Twoo ist eine recht nette App, wobei die Betreiber durchaus mit witzigen Ideen zu punkten versuchen. Ein kleiner Nachteil: Immer wieder werden neue Fragen gestellt, die beantwortet werden müssen; zudem wird man ständig auf die Premium-Mitgliedschaft hingewiesen. Auch die Zusatz-Tools, die diese App erst so richtig außergewöhnlich machen, sind nur im Zuge des Premium-Pakets nutzbar.

Wer sich für den kostenpflichtigen Zugang entscheidet, der wird recht schnell bemerken, dass die Fülle an Zusatz-Tools aber dafür sorgt, dass die App etwas unübersichtlich wirkt. Fakt ist: Wer sich für die Dating-App Twoo entscheidet, der muss etwas Geduld mitbringen und sich schon im Vorfeld bewusst werden, dass die Betreiber hier ganz neue Wege gegangen sind. Gute Alternativen zu twoo sind tinder, grindr, zwinkr oder lovoo.