Im Test: Tinder

Tinder Start
Mehr als zwei Millionen Deutsche nutzen die App Tinder. Rund 55 Prozent der User sind männlich; die Mehrheit der Mitglieder ist zwischen 18 und 35 Jahre alt. In der Regel dauert es rund zehn Minuten, bis man das erste „Match“ – also die erste Übereinstimmung mit einem anderen User – erreicht. Dabei wird das sogenannte „hot or not“-Prinzip verfolgt – die User bewerten sich gegenseitig mit „gefällt mir“ oder mit einem „gefällt mir nicht“.

Einfach und simpel

Tinder ist wohl die Dating-App schlechthin, die sich vorwiegend auf den Smartphones junger Erwachsener findet. Ein „Wisch“ genügt, um den anderen User mit „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ zu bewerten. Kommt es zur Übereinstimmung, so kann Kontakt aufgenommen werden. Tinder ist recht simpel gestaltet – das bemerkt man auch schon, wenn man sich registriert. Die einzige Voraussetzung: ein Facebook-Profil. Das heißt, man muss sich einfach nur über Facebook anmelden und kann in weiterer Folge die Partnersuche beginnen.

Ein kleiner Nachteil ist die fehlende Individualität des Profils – so stehen nur 500 Zeichen zur Verfügung; der User kann auch nur maximal sechs Bilder hochladen. Aufgrund der Tatsache, dass sich vorwiegend alles nur um das Bild des Users dreht, sollte man hier schon ein recht aussagekräftiges Foto verwenden. Je besser das Foto, desto höher sind am Ende auch die Chancen, sodass man mit einem anderen User Kontakt aufnehmen kann.

Das Tinder-Prinzip

Tinder AppBei tinder geht es aber nicht ausschließlich um die Suche nach der großen Liebe, sondern vorwiegend um angenehme Bekanntschaften. Natürlich wirbt der Anbieter auf der Seite mit Pärchen, die sich durch die App verliebt haben, jedoch heißt das noch lange nicht, dass die Mehrheit der zwei Millionen User, die die App nutzen, auch wirklich die große Liebe suchen.

Ein weiteres Problem ist der Datenschutz. Der User tritt nämlich seine ganzen Rechte an das Unternehmen ab. Auch wenn es sich vorwiegend um die hochgeladenen Bilder handelt, so sind es auch die persönlichen Daten, die kopiert, transferiert und für weitere Zwecke verwendet werden. Wer Tinder noch intensiver nutzen möchte, der kann sich für die kostenpflichtige Tinder Plus-Variante entscheiden. Hier gibt es etwa die Undo-Funktion – hat man den anderen User unabsichtlich weggeklickt, so kann dieser Fehler ungeschehen gemacht werden. Auch der Standort kann, wenn man sich für die kostenpflichtige Tinder Plus-Variante entscheidet, manuell verändert werden. Zudem gibt es keine Werbeeinschaltungen.

Die Kosten, die Tinder Plus verursacht, sind jedoch unklar. In der Regel liegt der Preis bei 11,75 Euro – User, die jedoch schon älter als 28 Jahre alt sind, bezahlen das Dreifache. Folgende Zahlungsmethoden stehen zur Verfügung: PayPal, Kredit- oder Debitkarte oder die direkte Abrechnung über den Mobilfunkanbieter.

Tinder macht Spaß

Auch wenn es ein paar Schattenseiten gibt, so macht Tinder dennoch Spaß. Das liegt vor allem an der intuitiven Bedienung. Des Weiteren spricht Tinder auch Neulinge an – die Registrierung und die Handhabung sind extrem einfach. Auch wenn die Profile nicht so umfangreich wie bei anderen Anbietern wie lovoo, zwinkr oder Jaumo sind, so überzeugt Tinder jedoch in Sachen Qualität. Der Anbieter achtet sehr wohl darauf, dass die Funktionen nicht „billig“ wirken.

Ob man über Tinder tatsächlich die große Liebe findet oder nur ein paar nette Bekanntschaften machen kann? Vorwiegend geht es um schnelle Bekanntschaften – doch das ist kein großes Geheimnis, sondern der Hauptgrund, warum viele User, die fast alle jünger als 30 Jahre alt sind, die App nutzen.

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