Im Test: Grindr

grindrBei Grindr handelt es sich um eine Gay-App, die es bereits seit dem Jahr 2009 gibt. Der Name lässt es vermuten – die App erinnert stark an andere Dating Apps wie tinder oder zwinkr. Aktuell nutzen mehr als 200.000 Deutsche die Dienste des Anbieters – weltweit sind es mehr als 27 Millionen Menschen. Bei Grindr handelt es sich um eine, trotz des schon fast zehnjährigen Bestehens, recht moderne App, die vorwiegend junge Nutzer ansprechen will. Der Fokus liegt auf der Optik – genau deshalb finden sich hier fast nur jüngere und attraktive Homosexuelle, die erotische Abenteuer und spontane Dates wünschen.

Aussehen steht an erster Stelle

Die Anmeldung ist unkompliziert und innerhalb von Sekunden erledigt. Fakt ist, dass die Registrierung nicht länger als fünf Minuten dauert – selbst Anfänger, die noch keine Erfahrungen mit derartigen Diensten gesammelt haben, werden vor keine größeren Herausforderungen gestellt. Die Registrierung ist zudem kostenlos. Für die Registrierung benötigt man nur eine E-Mail-Adresse; das Passwort kann in weiterer Folge selbst generiert werden.

Wer das Profil erstellt, der wird schnell merken, dass es vorwiegend um das Aussehen geht. So müssen Informationen zur Größe, dem Gewicht, der Ethnizität und der Körperform gemacht werden. Zudem gibt es auch noch Fragen zu sexuellen Vorlieben und auch zum Beziehungs- und Gesundheitszustand. Der User kann auch den HIV-Status (mit Hinweis auf das letzte Testdatum) angeben. Grindr kann auch mit einem Social Media-Profil verknüpft werden.

Viel nackte Haut

Während auf anderen Portalen die Anzeigefotos der Mitglieder anonymisiert sind, so geht Grindr hier einen anderen Weg: Hier finden sich klassische Portraits und Ganzkörperfotos – es gibt hier viel nackte Haut, die die anderen User ansprechen soll. Aufgrund der Tatsache, dass die User vorwiegend mit dem Aussehen punkten wollen, gibt es nur sehr spärliche Beschreibungen. Wer also glaubt, dass er auf den Profilen Informationen zu Hobbies oder Interessen findet, der wird enttäuscht werden. Selbst Hinweise, dass es „ohne Foto keine Antwort gibt“, zeigt deutlich, dass die User vorwiegend auf das Äußere achten und keine Lust auf mehr Details haben. Wer hier also Erfolge verbuchen möchte, der braucht ein ansprechendes Profilbild.

Welche Leistungen sind kostenpflichtig?

Die Profilerstellung, die Kontaktaufnahme mit anderen Usern und die Profilsuche sind kostenlos. Wer Grindr werbefrei nutzen möchte, mehr Fotos übermitteln will oder im Zuge der Suche den Filter verwenden möchte, der muss sich für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft entscheiden.

  • Die einmonatige Mitgliedschaft kostet 9,99 US Dollar,
  • die dreimonatige Mitgliedschaft liegt derzeit bei 20,97 US Dollar (6,99 US Dollar/Monat).
  • Für die sechsmonatige Mitgliedschaft werden 29,94 US Dollar (4,99 US Dollar/Monat) in Rechnung gestellt.
  • Für eine zwölfmonatige Mitgliedschaft fallen Kosten in der Höhe von 47,88 US Dollar (3,99 US Dollar/Monat) an.

Das Fazit

Die Gay-App Grindr ist unkompliziert und kann auch problemlos ohne eine kostenpflichtige Mitgliedschaft genutzt werden, wenn man auf der Suche nach neuen Abenteuern ist. Fakt ist: Wer diese App nutzt, der muss sich bewusst sein, dass es nur um das äußere Erscheinungsbild geht – das bedeutet, dass man schon ein sehr aussagekräftiges Profilbild benötigt, wenn man Erfolge verbuchen möchte. Innere Werte sind hier absolut nicht gefragt. Das ist mitunter auch der Grund, warum man mit der App nicht nach der großen Liebe sucht, sondern vorwiegend nach Partnern, die offen für erotische Abenteuer sind. Gute Alternativen sind zwinkr und tinder.

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